Entzogen

Entzogen

Trübe Gedanken, das Gemüt schwer belasten,
keinen Hunger verspüren, lieber mal fasten,
es beginnt wie immer, glücklich gefunden,
sie rinnen dahin, die glücklichen Stunden,
werden ersetzt, der Alltag tritt ein,
groß und mächtig, gestern noch klein.

Keine Zeit mehr, die liebenden Worte zu sagen,
geschweige denn, kurz nach dem Befinden zu fragen,
glutvoller Blick entschwindet, deine Hand entzogen,
war es erst gestern, dass wir uns so sehr gewogen,
Herz wird vereist, fühle Kälte entstehen,
das ist der Beweis, wir lassen uns gehen.

Warum ist das so? Wie kann es entstehen?
Wie kann Glück und Liebe so schnell vergehen?
Bemühe mich doch, beständig jeden Tag,
dir zu beweisen, wie sehr ich dich mag,
mach dir Komplimente, nehme deine Hand,
sag mir doch, warum blockiert dein Verstand?

Schöne Zeiten waren es, die letzten Jahre,
waren sie für dich nicht auch das Wahre?
Warum sagst du mir nicht, was ich falsch mache,
verhöhnst du mich, mit deiner inneren Lache?
Nur ein bisschen Glück, mehr wünsche ich mir nicht,
komm doch zurück, zu mir hierher ins Licht.

Schweigend sitzt du da, keine Antwort, war mir schon klar,
die schlimmsten Träume entstehen, denn du machst sie wahr,
entziehst mir die Hand, verwehrst mir das Glück,
gönnst mir auch nicht das allerkleinste Stück,
ich will sie doch nicht, die bohrenden Schmerzen,
verlass mich nicht Glück, bleib in meinem Herzen.

© 2017 Uwe Tiedje

Foto: Pixabay.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.